Ausstellung
30.06.2018 - 21.10.2018

Corps célestes

© Caroline Corbassor
© Tonatiuh Ambrosetti
© Marie Velardi
© Dominique Blais

Im Zeitalter der Raumfahrt und des Hubble-Teleskops sind das Weltall und seine Gestirne weiterhin ein wunderbares Territorium voller Geschichten und Geheimnisse, aber auch ein Feld der unbegrenzten Möglichkeiten, in das der Mensch seine Fragen, Hoffnungen und Fantasien projiziert.

In diesem Sommer lädt Sie das Schloss Greyerz ein, Ihren Blick nach oben in die Unermesslichkeit des Himmels zu richten. Die Ausstellung nimmt Sie mit auf eine Reise, die Ihnen anhand faszinierender Arbeiten von in- und ausländischen Kunstschaffenden deren Staunen angesichts des Alls und seiner
Himmelskörper näher bringt.

Mit Werken von:
Tonatiuh Ambrosetti, Dominique Blais, Caroline Corbasson, Matthieu Gafsou, Gaël Grivet, Alain Huck, Luc Mattenberger, Jeff Mills, Thomas Ruff, Marie Velardi.

Kurator,
Filipe Dos Santos

Vernissage

Freitag 29. Juni, um 18.30 Uhr

Den Himmel erforschen, um sich zu finden

Die Werke von Corps célestes, die in den Räumen für Wechselausstellungen und auf dem Rundgang durch die historischen Schloss-Säle zu sehen sind, setzen unterschiedliche künstlerische Verfahren ein, um genauso vielfältige Themen zu behandeln.

Den Anfang macht Caroline Corbasson, die mittels Plastik, Fotografie, Faltung und Installation den Bereich der wissenschaftlichen Beobachtung und des Wissenstransfers zu ihrem Gegenstand macht. Die Fotografien des Saturns von Thomas Ruff setzen sich mit der Natur und der Bildherstellung auseinander, während uns die monumentale Kohlezeichnung von Alain Huck in einen unendlichen und poetischen Sternenhimmel versetzt. Das Video von Luc Mattenberger, das in einem Raum mit steinernen Wänden zu sehen ist, demontiert die Himmelsmechanik mit Muskelkraft, während wir die «Meteoriten» von Tonatiuh Ambrosetti, eine Art Stein der Weisen mit melancholischen Akzenten – man denkt an Dürers Holzschnitt –, unverhofft auf dem Rundgang antreffen.

Die Kompositionen von Jeff Mills, die den Planeten unseres Sonnensystems gewidmet sind, prägen den ehrwürdigen Saal der Grafen. Die Bereiche der Möglichkeiten entfalten sich in den zarten Aquarellen von Marie Velardi, die an galaktische Karten erinnern, und in ihren mit Sternbildern gravierten Glasplatten. Die Fotografien von Matthieu Gafsou erfassen die Spur der vom Menschen und seinen Flugobjekten erzeugten Himmelsanimationen, während Gaël Grivet in seiner Videoinstallation das Abenteuer der Himmelserforschung und den ersten Aufenthalt des Menschen im Weltall ausserhalb eines Raumschiffs wiederbelebt. Am Ende des Rundgangs thronen Glasmonde, deren Farben gemäss den Phasen des Gestirns wechseln, diskret in ihren Kartonschachteln im Rittersaal, um einen endlosen Zyklus darzustellen, der einen Dialog mit dem historischen Gemäldezyklus auf den Wänden führt.

 

Ausstellungsansichten

© Thomas Ruff. Château de Gruyères, photo Daniela & Tonatiuh
© Dominique Blais, Château de Gruyères, photo Daniela & Tonatiuh
© Tonatiuh Ambrosetti, Château de Gruyères, photo Daniela & Tonatiuh
© Caroline Corbasson. Château de Gruyères, photo Daniela & Tonatiuh

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